Glossar

Brand

Ein Brand ist ein nicht bestimmungsgemäßes Brennen (Schadenfeuer), das sich unkontrolliert ausbreitet.

Brandrauch

Brandrauch ist einer der gefährlichsten Brandfolgeprodukte. Die meisten Brandtoten sind durch die Einwirkung von Brandrauch auf Personen zu beklagen.
Die Zusammensetzung des Brandrauches ändert sich stark mit der Art der brennbaren Stoffe und den vorliegenden Brandbedingungen, besonders der Sauerstoffzufuhr und der Brandtemperatur.
Hinsichtlich der Toxizität des Brandrauches ergibt sich zwischen den klassischen Baustoffen und Materialien, wie z.B. Holz, Papier, Baumwolle und den Kunststoffen kein grundlegender Unterschied. Besonders hoch ist jedoch bei Kunststoffen die Rauchgasdichte. So können bei geschäumten Kunststoffen bis über 3000 m3;
Rauchgas pro kg Kunststoff entstehen.

Im Brandrauch finden wir: CO2, CO, HCN, HCI, SO2, NxOy u.a., sie sind in ihrer Gesamtheit verantwortlich für die akut-toxische Wirkung.

Brandschutzverglasung

Da normale Verglasung aus Einscheibenglas, Isolierglas oder normalem Silikatglas für den Brandschutzbereich ungeeignet ist, benötigt man zur Realisierung brandschutztechnischer Belange sogenannte Brandschutzverglasungen.

Brandschutzverglasungen (DIN 4102) bestehen grundsätzlich aus mehreren Teilen.

- lichtdurchlässige Elemente
- Rahmen
- Halterungen
- Dichtungen
- Befestigungsmittel

Hinsichtlich ihrer Schutzwirkung wird in F-Verglasung und G-Verglasung unterschieden.

F-Verglasung bietet Schutz vor Flammen, Rauch und Wärmestrahlung.
G-Verglasung bietet nur Schutz vor Flammen und Rauch.

Brandwände

Brandwände dienen zur Abtrennung von Brandabschnitten und Gebäudekomplexen. Sie sollen die Ausbreitung von Feuer auf benachbarte Abschnitte verhindern.

Feuer

Feuer umfasst als Oberbegriff sowohl bestimmungsgemäßes Brennen (Nutzfeuer) als auch nicht bestimmungsgemäßes Brennen (Schadenfeuer).

Feuerschutzabschlüsse

Feuerschutzabschlüsse (DIN 4102) (Türen, Roll- oder Schiebetore) sichern in klassifizierten Wänden die Öffnungen gegen die Ausbreitung eines Brandes.
Sie müssen spätestens im Brandfall selbsttätig schließen (Ansteuerung durch Brandkenngrößen, Rauch, Wärme und Flammen zulässig), als Feuerschutzabschluss gekennzeichnet und zugelassen sein.

Es werden keine Anforderungen an die Baustoffklasse der verwendeten Materialien gestellt.

Kennzeichnung: T30-2
T = Feuerschutztür
30 = Feuerwiderstandsdauer mindestens 30 min
2 = zweiflügelig

Feuerwiderstandsklasse

Die Untersuchung von Bauteilen gegen das Durchdringen des Feuers führt zur Einstufung in eine Feuerwiderstandsklasse.
Geprüfte Bauteile werden mit einem Großbuchstaben und der Widerstandsdauer in Minuten gekennzeichnet.

F
= Wände, Decken, Stützen,
T = Feuerschutzabschlüsse ( Türen, Tore, Klappen),
G = Brandschutzverglasungen,
R = Rohrdurchführungen

Beispiel: Eine Brandschutzmauer F90, muss dem Feuer mind. 90 Minuten stand halten.

F 30 = feuerhemmend
F 90 = feuerbeständig
F 120 = hochfeuerbeständig

Optischer Rauchmelder

Der optische Rauchmelder arbeitet nach dem Prinzip der Lichtstreuung. Hierbei wird ein Lichtstrahl, der auf einen Fotowiderstand gelangt, durch Rauchpartikel abgelenkt. Man spricht hier von einem diffusen Licht. Diese Streuung bewirkt die Alarmauslösung.

Rauchschutztüren

Rauchschutztüren (DIN 18095) müssen die Ausbreitung von Rauch (z.B. in andere Rauchabschnitte, Treppenräume, Flure usw.) begrenzen. Eine absolut rauchdichte Ausführung wird nicht gefordert, so dass begrenzte Leckraten zulässig sind.
Ein Schutz bei Brandeinwirkung, etwa Einteilung in Feuerwiderstandsklassen ist bei Rauchschutztüren nicht gegeben.
Die Ansteuerung der zugelassenen Feststellvorrichtungen darf nur durch die Brandkenngröße Rauch erfolgen.

Kennzeichnung: RS-1
RS = Rauchschutztür
1 = einflügelig

Wärmeleitung

Erwärmt man ein Bauteil an einem Ende, dann stellt sich nach einer bestimmten Zeit am anderen Ende eine erhöhte Temperatur ein. Das Material hat die Wärme von einem zum anderen Ende geleitet. Wie gut die Wärme geleitet wird ist vom Material abhängig.

Sehr gute Wärmeleiter sind Metalle. Von einem erwärmten Eisenträger geht im Brandfall eine Gefahr der Brandausbreitung aus, wenn derselbe Eisenträger durch Wände hindurch mehrere Räume verbindet.

Wärmestrahlung

Im Vergleich zur Wärmeleitung ist Wärmestrahlung nicht an Materie gebunden, sie breitet sich frei im Raum aus.
Jeder erwärmte Körper strahlt Wärmestrahlung aus, deren Energie von der absoluten Temperatur des erwärmten Körpers abhängt. Verdoppelt sich die Temperatur, so steigt die ausgesandte Strahlungsleistung um das Sechzehnfache an.
Gerade bei voll entwickelten Bränden mit hoher Temperatur ist daher die Gefahr einer Brandausbreitung durch Wärmestrahlung am größten.

Da es sich bei der Wärmestrahlung um eine elektromagnetische Wellenstrahlung handelt, erfolgt ihre Ausbreitung völlig unabhängig von der Windrichtung.